
Die meisten Automobilunternehmen, die in der Kunststoffspritzgusstechnik tätig sind, beginnen mit europäischen Infrarotheizern. Das ist eine sichere Wahl – man weiß schließlich, dass diese Heizer funktionieren, und man muss sich keine weiteren Gedanken machen. Doch wenn das Unternehmen wächst, muss man die Lampen häufiger ersetzen. Die hohen Preise für Markenprodukte werden dann zu einem echten Problem für das Budget. Deshalb greifen viele Ingenieure auf inländische Alternativen zurück. Sie stellen fest, dass sie mit diesen Alternativen dieselbe technische Leistung erzielen können – ohne die hohen Kosten für Markenprodukte tragen zu müssen.
Es geht dabei nicht nur darum, eine günstigere Lampe zu finden. Wenn man das tut, zieht man Probleme auf sich. Entscheidend ist vielmehr die Wärmeintensität. Wenn man PET oder PP schmilzt, braucht man eine sehr spezifische Wellenlängenintensität, um die Arbeit schnell erledigen zu können. Wenn die neue Lampe nicht über die gleiche Leistungsstärke sowie Spektraldichte verfügt, funktioniert der Prozess nicht mehr. Wir achten genau auf die Zusammensetzung des Filaments sowie auf die Spannungsstabilität. Wenn Ohm-Werte und Leistungsangaben exakt übereinstimmen, kann die Lampe einfach eingesetzt werden – ohne dass man etwas am Steuerungskasten oder an der Verkabelung ändern muss.
Außerdem spielt auch die Qualität des Quarzkopfes eine Rolle. Nur hochreines Quarz verhindert, dass der Kopf im Laufe der Zeit trüb wird. Und was die Stecker angeht: Egal ob es sich um R7s-Stecker oder andere Spezialstecker handelt – sie müssen in der Lage sein, die erforderliche Stromstärke zu bewältigen. Wenn ein Kontaktpunkt locker ist, entstehen Funken – und Funken zerstören die Lampe. Deshalb bauen wir unsere Stecker so, dass sie den Stress einer 24/7-Betriebsweise aushalten können.
Es gibt jedoch einen Kompromiss, den man berücksichtigen muss. Wir alle wollen kürzere Produktionszeiten. Mehr Leistung in einem kleineren Raum zu erzielen, half zwar dabei, aber es belastet auch die Kühlaggregate stark. Wenn man versucht, durch den Einsatz einer leistungsstärkeren inländischen Lampe zwei Sekunden einzusparen, muss man unbedingt prüfen, ob der Gehäuse wirklich in der Lage ist, die zusätzliche Wärme abzuleiten. Andernfalls könnte der Reflektor beschädigt werden. Wenn die Spezifikationen stimmen und die Kühlanlage dem gerecht werden kann, sind die Einsparungen wirklich groß.